Trinken

Trinkflasche oder Wassernapf – Was ist besser?

Der Napf ist meistens die bessere Wahl und wurde auch von Kaninchen, Hamstern und Rennmäusen in einem Versuch bei dem sie sowohl Trinkflaschen als auch Näpfe zur Verfügung hatten, klar bevorzugt. (Rennmäuse und Hamster haben zunächst erst weiterhin die Flasche benutzt, aber nachdem sie den Napf entdeckt haben nur noch daraus getrunken.)

Auch wenn man es auf dem ersten Blick nicht glaubt: ein Napf ist die hygienischere Variante. In einen Napf fällt zwar schnell Heu, Einstreu, Fell oder auch Kot, was bei einer Flasche nicht der Fall ist, aber der Napf lässt sich auch schneller und einfacher wieder reinigen. Eine Trinkflasche hingegen hat unzugängliche Ecken, an denen sich Algen und Bakterien sammeln, welche das Wasser schon beim Einfüllen wieder verunreinigen. Zudem sind Trinkflaschen selten komplett dicht, was zu feuchter Einstreu führt.

Ein wichtiger Punkt für den Napf ist die natürliche Körperhaltung beim Trinken. Bei Nippeltränken müssen sich die Tiere oft unnatürlich verbiegen und verrenken, damit sie an ein wenig Wasser aus den Flaschen bekommen. Großen Durst an dieser Flasche zu stillen ist ein Ding der Unmöglichkeit, da die Tiere das Wasser nur tröpfchenweise herausbekommen. An Näpfen können die Tiere auch richtig „schlürfen“ und Wasser in großen Mengen aufnehmen, wenn sie Durst haben. Wir erinnern uns zurück an den Hitzesommer dieses Jahr.

Auch ist das Metall der Mundstücke der Flaschen im Mund bzw. an der Zunge weder gesund noch angenehm. Immer mit der Zunge an die Metallkugel schlagen, um dann über das feuchte Metall zu schlecken befriedigt weder den schnellen Durst, noch schmeckt es erfrischend. Außerdem ist man mit der Wasserflasche versucht nicht regelmäßig zu wechseln und keiner von uns möchte abgestandenes Wasser trinken.

Als gute Lösung hat sich ein großer Keramiknapf erwiesen, den man auf eine sauberen, einstreufreien und etwas erhöhten Fläche stellt. Ein großer Napf bietet nicht nur immer genug Wasser, sondern ist auch schwer genug, um nicht umgeworfen zu werden. Durch seine Position auf einer einstreufreien, erhöhte Ebene fällt auch nicht übermäßig viel Schmutz hinein. Das tägliche Wechseln bei der Futtergabe dauert meist nicht länger als eine Minute. Bewährt hat sich das Wechseln beim zweimaligen täglichen Füttern, also morgens zu den Körnchen und abends zum Gemüse immer frisches Wasser anbieten und eure kleinen Nasen danken es euch.

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