Satzung

Satzung der Glücklichen Nager

§ 1 Name, Sitz, Eintragung, Geschäftsjahr

(1) Der Verein trägt den Namen Glückliche Nager

(2) Er hat den Sitz in 85560 Ebersberg.

(3) Er soll vorerst nicht in das Vereinsregister eingetragen werden.

(4) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Vereinszweck

(1) Zweck des Vereins ist der Schutz der Nagetiere und Kaninchen, insbesondere der Nagetiere, die als Heimtiere gehalten werden oder zur Veräußerung als Heimtiere gezüchtet werden. Mit Zucht wird i.F. jede Art von fahrlässiger oder vorsätzlicher Vermehrung gemeint, artgerecht oder nicht artgerecht. Zweck des Vereins ist es ausdrücklich nicht, die Zucht von Nagetieren zu unterstützen. Zu den als Heimtieren gehaltenen Nagetieren gehören insbesondere Hamster, Mäuse, Rennmäuse, Ratten, Degus, Chinchillas, Meerschweinchen. Kaninchen sollen aus praktischen Gründen wie Nagetiere im Sinne der Satzung behandelt werden.

(2) Der Zweck des Vereins wird insbesondere durch folgende Tätigkeiten verwirklicht:

1. Informative Tätigkeiten

– Information und Beratung über die artgerechte Haltung, Ernährung und Pflege von Nagetieren

– Aufklärung über die Bedeutung von Verhaltensweisen und Kommunikationsmitteln der Nagetiere und deren Nutzen im Umgang mit dem Nagetier als Heimtier

– Information über Streitpotentiale in verschiedenen Gruppenkonstellationen und Unterstützung bei vorbeugenden Maßnahmen und Unterstützung bei bereits aufgetretenen Problemen, insbesondere Rangklärungsstreitigkeiten und Streitigkeiten im Zusammenhang mit ungewollter Vermehrung

2. Aufnahme und Vermittlung von Nagetieren:

– Beratung bei der Anschaffung von Nagetieren und Unterstützung bei der Auswahl von Notfällen sowie damit verbundenen besonderen Fragestellungen

– Aufnahme, Pflege und Weitervermittlung von hilfebedürftigen Nagetieren

– Beratung und Unterstützung bei der Vergesellschaftung von neu aufgenommenen Notfällen mit vorhandenen Heimtieren, sofern eine artgerechte und pflegeleichte Gruppengröße angestrebt wird

– Vorbeugende Maßnahmen gegen Streit der vermittelten Nagetiere

– Vorbeugende Maßnahmen gegen die Vermehrung der vermittelten Nagetiere

3. Aktivitäten im Bereich des gesetzlichen Tierschutzes:

– Nicht artgerechte Haltung bei Privatpersonen und in Tierhandlungen soll in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden bekämpft werden

– Zusammenarbeit mit Tierheimen und anderen Tierschutzorganisationen sowie Beratung von Tierärzten.

(3) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3 Vereinsleitbild

Der Verein legt Wert auf eine positive und lösungsorientierte Einstellung bei der Verrichtung der Vereinsaufgaben. Dazu begegnen seine Mitglieder allen Mitmenschen mit Respekt und ohne Überheblichkeit, insbesondere gegenüber Nagetierhaltern, die Rat und Unterstützung des Vereins in Anspruch nehmen. Verfehlungen im Umgang mit Nagetieren müssen von Mitgliedern bei Kenntnis und sollen bei Verdacht den verantwortlichen Behörden mitgeteilt werden. Die Ahndung ist jedoch ausdrücklich und in Konformität mit dem geltenden Recht nicht Aufgabe des Vereins.

Ein Wissensvorsprung über den artgerechten Umgang mit Nagetieren nützt dem Verein nur dann zur Verwirklichung des Vereinszwecks, wenn seine Mitglieder in der Lage sind, ihn so zu kommunizieren, dass der hilfesuchende Nagetierhalter seine Tierhaltung effektiv verbessert. Wir erkennen an, dass es für manche häufig auftretende Haltungsprobleme keine eine richtige Lösung gibt, sondern eine Mehrzahl von Eingriffen (und Nicht-Eingriffen, die i.F. unter „Eingriffe“ fallen) des Halters, die zu ähnlichen Ergebnissen führen können.

§ 4 Selbstlosigkeit

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

(2) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(3) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(4) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Vereinszweck fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 5 Mitgliedschaft

(1) Mitglied des Vereins kann jede natürliche (und juristische) Person werden, die seine Ziele unterstützt.

(2) Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in „Fördernde-Mitglieder“, „Aktiv tätige Mitglieder“ und „Ehrenmitglieder“. „Förder-Mitglieder“ sind solche, die die Vereinstätigkeit vor allem durch Zahlung eines Mitgliedsbeitrages fördern

und nicht stimmberechtigt sind. Aktiv tätige Mitglieder sind jene, die sich nach Kräften an der Vereinsarbeit beteiligen. Aktive Mitglieder haben eine Probezeit von bis zu 6 Monaten. Der Vorstand entscheidet dann über eine endgültige Mitgliedschaft. Ehrenmitglieder sind Personen, die hierzu wegen besonderer Verdienste um den Verein ernannt werden

(3) Über den Antrag auf Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand.

(4) Die Fördermitgliedschaft wird erst nach Bezahlung des Mitgliedsbeitrages wirksam. Die aktive nach Benennung durch den Vorstand.

(5) Personen, die Tiere zu Versuchs- und / oder Zuchtzwecken aufnehmen, verkaufen, oder abgeben oder welche die Tiere kommerziell abgeben, können nicht Mitglied werden.

(6) Eine Ablehnung des Aufnahmeantrags ist nicht anfechtbar und muss nicht begründet werden. Die Ablehnung erfolgt per Email. Ein erneuter Antrag ist dann erst nach Ablauf eines halben Jahres möglich.

(7) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.

(8) Der Austritt eines Fördermitgliedes ist nur zum Ablauf des vollen Jahres seiner Mitgliedschaft möglich. Aktive Mitglieder können jederzeit austreten. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorsitzenden unter Einhaltung einer Frist von 4 Wochen.

(9) Wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat oder trotz Mahnung mit dem Beitrag für 6 Monate im Rückstand bleibt, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden.

Vor der Beschlussfassung muss der Vorstand dem Mitglied Gelegenheit zur mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme geben.

Gegen den Ausschließungsbeschluss kann innerhalb einer Frist von 2 Monaten nach Mitteilung des Ausschlusses Berufung eingelegt werden, über den die nächste Mitgliederversammlung entscheidet.

(10) Nach Beendigung der Mitgliedschaft bleibt die Zahlungspflicht der bis zu diesem Zeitpunkt fällig gewordenen Beträge bestehen.

§ 6 Beiträge

Die Mitglieder zahlen Beiträge nach Maßgabe eines Beschlusses der Mitgliederversammlung. Zur Festlegung der Beitragshöhe und -fälligkeit ist eine einfache Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Stimmberechtigten Vereinsmitglieder erforderlich.

§ 7 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind

a) der Vorstand

b) Die Mitgliederversammlung

§ 8 Der Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus dem ersten und zweiten Vorsitzenden.

(2) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei seiner Mitglieder anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.

(3) Der Vorstand kann im schriftlichen Verfahren beschließen, wenn alle Vorstandsmitglieder dem Gegenstand der Beschlussfassung zustimmen.

(5) Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch jedes Mitglied des Vorstands einzeln vertreten.

(6) Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch die Satzung einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. Der Vorstand ist insbesondere zuständig für:

1. die Führung der laufenden Geschäfte,

2. die Sicherstellung der Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung,

3. die Verwaltung des Vereinsvermögens,

4. die Aufstellung eines Haushaltsplans für jedes Geschäftsjahr,

5. die Buchführung,

6. die Erstellung des Jahresberichts,

7. die Vorbereitung der Mitgliederversammlung

8. die Einberufung der Mitgliederversammlung und

9. die Begutachtung, Betreuung und Prüfung von Pflegestellen in begründeten Einzelfällen oder stichprobenartig mit einem Mindestumfang von 3 Pflegestellen.

§ 9 Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:

1. die Wahl und Abberufung der Vorstandsmitglieder,

2. die Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplans für das nächste Geschäftsjahr,

3. die Entgegennahme des Jahresberichts und die Entlastung des Vorstands,

4. die Festsetzung der Höhe und der Fälligkeit des Jahresbeitrages und

5. die Beschlussfassung über Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins.

(2) In Angelegenheiten, die in den Zuständigkeitsbereich des Vorstandes fallen, kann die Mitgliederversammlung Empfehlungen an den Vorstand beschließen. Der Vorstand kann seinerseits in Angelegenheiten seines Zuständigkeitsbereiches die Meinung der Mitgliederversammlung einholen.

(3) Die Mitgliederversammlung und die Vorstandssitzung können als Videokonferenz stattfinden.

(4) Zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung sind sämtliche Mitglieder berechtigt. Die ordentliche Mitgliederversammlung wird mindestens einmal im Jahr abgehalten. Die Einberufung erfolgt durch schriftliche Einladung des Vorstands unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen. Der Einladung sind eine

Tagesordnung sowie die Gegenstände der anstehenden Beschlussfassungen beizufügen.

(5) Die Beschlussfassung der Mitgliederversammlung erfolgt durch Handzeichen mit einfacher Mehrheit. Satzungsänderungen bedürfen einer Mehrheit von ¾ der abgegebenen Stimmen. Die Auflösung des Vereins kann nur mit einer Mehrheit von 4/5 beschlossen werden.

(6) Protokollführer ist der stellvertretende Vorstand oder ein anderes Vorstandsmitglied. Er hat sicherzustellen, dass alle Teilnehmer der Mitgliederversammlung das Protokoll zur Kenntnis genommen haben, bevor die Versammlung beendet wird. Im Anschluss stellt der Protokollführer das Protokoll sämtlichen Vereinsmitgliedern schriftlich zur Verfügung.

(7) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann einberufen werden, wenn dies im Dienste der Vereinsinteressen erforderlich erscheint, oder wenn die Einberufung von mindestens 1/10 der Mitglieder schriftlich unter Angabe von Gründen bei einem Vorstandsmitglied verlangt wird. In dringlichen Fällen kann in der außerordentlichen Mitgliederversammlung auch über Satzungsänderungen entschieden werden.

§ 10 Rechte und Pflichten der Mitglieder

(1) Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen. Das Stimmrecht in der Mitgliederversammlung steht nur aktiven Mitgliedern zu.

(2) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Schaden erleiden könnte. Sie haben die Satzung, und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Die Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Mitgliedsbeiträge in der von der Mitgliederversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet.

(3) Neue aktive Mitglieder erlangen nach einem Jahr Mitgliedschaft das Stimmrecht. Fördermitglieder haben kein Stimmrecht.

(4) Die Mitglieder verpflichten sich mit dem Vermögen des Vereins sparsam umzugehen.

(5) Mitglieder sollen Nachweise über ihre Tierarzt-Kosten für Pflegetiere einreichen. Die Mitglieder sollen den Tierarzt über ihr Engagement informieren, damit er sein Honorar senken kann. Ein Anspruch auf Erstattung der durch Pflegetiere verursachten Kosten besteht nicht. Es sollen auch keine Erstattungen im Einzelfall durch besondere Härte begründet werden, stattdessen sind Pflegestellen angehalten, eigenverantwortlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu agieren.

(6) Typische Rechtsgeschäfte der Mitglieder mit Dritten sind: die Aufnahme von Nagetieren mit dem standardisierten Überlassungsvertrag der Glücklichen Nager, die Abgabe von Nagetieren mit dem standardisierten Schutzvertrag der Glücklichen Nager und die Annahme von Spenden und deren Weiterleitung an den Vorstand unter Angabe von Name und Adresse des Spenders, über die der Vorstand die Spendenquittung ausstellt und dem Spender zusendet.

§ 11 Beurkundung von Beschlüssen

Über die Beschlüsse des Vorstandes und der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift aufzunehmen.

§ 12 Schriftform

Die Schriftform – z.B. beim Erwerb der Mitgliedschaft oder bei der Einberufung der Mitgliederversammlung – gilt als gewahrt, wenn das Mitglied ein Schreiben per E-Mail erhalten hat. Wenn die E-Mail-Adresse eines Mitglieds eine Fehlermeldung sendet, muss der Vorstand mit dem Mitglied Rücksprache halten, um seine Kontaktdaten abzugleichen. Wenn sich kein Kontakt herstellen lässt oder ein Mitglied bereits beim Erwerb der Mitgliedschaft keine Emailadresse angegeben hat, muss ihm das Schreiben als Postbrief zugesandt werden. Wenn ein Mitglied eine E-Mail-Adresse angegeben hat, und über diese nicht erreichbar ist, ist ein verspäteter Zugang des Schreibens ihm zuzuschreiben. Der ersatzweise Postbrief soll ihm aber innerhalb von 4 Werktagen zugesandt werden.

§ 13 Mitgliedschaft in anderen Organisationen

(1) Der Verein kann Mitglied in weiteren Organisationen werden.

(2) Der Verein regelt in Einklang mit den Satzungen und Ordnungen der anderen Organisationen seine Angelegenheiten eigenverantwortlich.

§ 14 Auflösung des Vereins, Liquidatoren

(1) Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Deutschen Tierschutzbund e.V. in 53115 Bonn, welcher es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke, insbesondere die Förderung des Tierschutzes zu verwenden hat.

(2) Als Liquidatoren werden der erste Vorsitzende und der zweite Vorsitzende bestellt.

§ 15 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Satzung unwirksam sein oder werden, wird die Gültigkeit der übrigen Satzungsinhalte nicht berührt. Es gilt dann eine gesetzlich wirksame Bestimmung, die dem gewollten Zweck möglichst nahe ist. Der Vorstand bestimmt diese nach eigenem Ermessen und setzt je nach Dringlichkeit den Sachverhalt auf den Tagesplan der nächsten Sitzung oder beruft eine außerordentliche Sitzung ein.

Ebersberg, 21.09.2014

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